10 DINGE: Welche du zum Skaten benötigst!

Deck

Bei der Auswahl des Decks ist die Breite und der Shape wichtig. Allgemein zählt bei der Breite, dass 8.5 und aufwärts für Bowls und Verts geeignet sind, um die 8.25 für Bowls und Ramps und ab 8, abwärts, für Street. Grundsätzlich gilt aber, worauf fühlst du dich wohl und wie gross sind deine Füsse? Dasselbe gilt für das Concave. Einfach das Deck auf den Boden legen und spüren worauf man sich wohlfühlt (Je mehr Concave, desto einfach ist es zu flippen). Beim Grundshape wählt man zwischen Popsticle oder Old School aus, heisst zwischen Nose und Tail gelichgeformt und Nose und Tail in jeweiligen Formen. Für Street eignet sich das Popsticle eher, da man häufiger feakie/switch fährt und popped. Wenn alle Faktoren bei mehreren Decks stimmen, kann man sich für das mit dem coolsten Design oder für seine Lieblingsmarke entscheiden (Support Loclas)!

Extra: Nicht notwendig, vor allem nicht beim ersten Kauf, sind Rails. Diese bringt man unten am Deck an, um besser zu sliden und um ein Bild auf dem Deck zu schützen.


Foto: Urban Outfitters | Text: Florence Zueger

Achsen

Die Achsen sind ans Deck anzupassen. Je breiter das Deck, desto breiter die Achsen. Sie dürfen jedoch nicht breiter als das Deck sein. Die Höhe, bzw. Tiefe kann man auch auswählen. Für Street sind tief liegendere (low trucks) besser, da Flattricks einfacher werden, je näher man am Boden ist. Höher liegende (normal trucks) sind für die Bowl gut geeignet, damit grössere Wheels angebracht werden können, ohne Wheel Bits zu kriegen. „High Trucks“ in diesem Sinne gibt es nicht. Bei dem Wunsch nach höher gelegenen Trucks werden Riser Pads angebracht.

Ein wichtiger Teil der Achsen sind Bushings, oft nur Gummies genannt. Diese bestimmen das Lenkverhalten des Skates. Je härter desto stabiler (Street/Flat) je weicher, desto wendiger (Bowl/Cruiser). Darüber muss man sich nicht zu viele Gedanken machen, da sowieso jede Achse mit Bushings kommt und man diese später immer noch austauschen kann.

Wheels

Willst du cruisen, flippen oder sliden? Bei den Wheels spielen die Grösse und die Härte eine Rolle. Harte Wheels sind schneller und lassen sich besser sliden. Weichere Wheels haben mehr Grip. Grosse sind schneller und schwerer, Kleinerer sind leichter, womit es sich also einfacher poppen lässt. Grundsätzlich gibt es drei Combos: Kleine, harte Wheels für Street. Grosse, harte Wheels für Bowl. Grosse, weiche Wheels fürs Cruisen. Spezielle Bedingungen gelten für Holz. Da die Rutschgefahr grösser ist, sind weichere Wheels geeigneter, um mehr Grip zu haben.

Kugellager

Ohne Kugellager geht gar nichts. Sie befinden sich in den Wheels und sind für das Rollen verantwortlich. Kugellager sollten genauso wenig nass werden, wie das Deck. Beim Einkauf kann man auf die Qualitätsunterschiede, welche oft preislich ersichtlich sind, achten. Grundsätzlich gilt, je teurer, desto schneller und nachhaltiger. Beim Streeten gehen Kugellager schneller kaputt, wegen den vielen Schlägen. Als Anfänger ist es auch völlig OK billige zu kaufen und dann später vielleicht in teurer zu investieren. Bei Kugellagern gilt ölen und putzen! Mindestens einmal im Jahr (je nach Qualität).

Griptape

Auf jedes Deck gehört ein Griptape, welches dir Halt gibt. Es gibt extra starkes Grip (welches meist von Downhill FahrerInnen benutzt wird), doch grundsätzlich wird eine Stärke verkauft. Beim Griptape kannst du kreativ werden und dein Skateboard persönlich gestalten. Darum an die Schere, verschiedene Farben zusammensetzten oder mit einem Stift seine künstlerische Ader ausleben!

Schuhe

Wenn man die Barfuss Skater ausser Acht lässt, sind gute Schuhe genauso wichtig, wie das Skateboard. Ziel ist es eins zu werden mit dem Brett. Sie sollten daher möglichst flach sein, Turnschuhe sind also ungeeignet. Die Stoffe, bzw. das Leder soll genug robust sein, damit man sie nicht wöchentlich ersetzten muss. Das gleiche gilt für die Sohlen, welche zudem am besten über den Schuhrand verarbeitet sein sollten. Für Stairs Springerinnen gibt es auch gefederte Promodelle von mehreren Marken.


Das neue Adidas Modell von Nora Vasconcellos | Text: Florence Zueger

Schoner

187 Killer Pads sind das einzig wahre. Es sind riesige Schoner, doch sie schützen dich auch effektiv vor Verletzungen. Man kann von einer beachtlichen Höhe aufs Knie fallen und es bleibt alles ganz. Andere Schoner sind auch besser als nichts, da sie vor allem vor lästigen Schürfungen und evt. Knochen Prellungen schützen. Zudem fühlt man sich sicherer und traut sich vielleicht mehr. Beim Helm ist wichtig, dass er gut sitz und nicht zu gross ist. Für Chixxs sind die Helme von XS zu empfehlen, da sie extra für Frauen gemacht sind und auch zum Snowboardhelm umfunktioniert werden kann.

Tool

Ein Tool ist wichtig um alles zusammenzuschrauben, Wheels zu wechseln, Achsen zu lockern und Schrauben festzuziehen. Vor allem auf Reisen, oder wenn man öfters zwischen Holz- und Betonbowls wechselt, braucht es ein Tool. Öfters sieht man auch Muttern und Schrauben in Parks liegen, weil manche vergessen sie regelmässig anzuziehen.

Outfit

No rules! Es gilt grundsätzlich je weniger, desto mehr Schürfungsgefahr, vor allem bei Slides. Zudem dürfen dir die Sachen nicht am Herzen liegen, denn Löcher und evt. Blutflecken (von Schürfungen) auf der Kleidung sind vorprogrammiert.


Foto: Urban Outfitters | Text: Florence Zueger

Desinfektionsmittel

Eher ein extra Punkt, doch auf Reisen und Skatetrips kann Desinfektionsmittel Gold wert sein. Ohne können Schürfwunden hässlichen Infektionen weichen, vor allem wenn man noch surfen geht. Zudem ist auf spontanen Skatetrips meist keine regelmässige Dusche und viel Dreck und Schweiss involviert. Deshalb; stay safe, stay healthy!


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