EAT, SKATE, SLEEP & REPEAT: Im Interview mit Janthavy Norton

Als unglaublich inspirierende, kreative und stets aktive Frau, haben wir Janthavy Norton durch ihren Instagram Account kennengelernt. Sie repräsentiert für uns eine Persönlichkeit, die zeigt, dass egal welche Träume in einem stecken, sie da sind um gelebt zu werden! Dass es keine Regeln und auch kein gut oder schlecht gibt, da der Begriff „Skaten“ eine grosse und vor allem offene Familie darstellt in der jeder willkommen ist! Im vertieften Gespräch mit Janthavy merken wir jedoch schnell das ein wenig mehr Weltoffenheit ganz sicher jedem von uns guttun würde und der wohl schönste Weg zur neuen Freundschaft über die Leidenschaft geht.

Hi Janthavy, wir folgen dir schon länger auf Instagram und freuen uns dich endlich persönlich kennenzulernen! Wie hat deine Leidenschaft zum Skaten gestartet?

Die liebe zum Skaten startete als ich jünger war, ich wollte jedoch seit der ersten Sekunde mehr als nur ein Transportmittel daraus kreieren. Als ich dann in dem Gymnasium an einer Party meine ersten Erfahrungen mit einer Mini-Ramp gemacht habe und trotz gefühlten zwanzig stürzen das skaten nicht hinter mir lassen konnte, war es um mich geschehen! Kurz danach hat mir mein Cousin zu Weihnachten mein erstes eigenes Skateboard geschenkt, seit diesem Zeitpunkt habe ich nicht mehr damit aufgehört!

Wie würdest du deinen Style beschreiben?

Ich probiere möglichst kreative zu sein, meinen Ideen freien Lauf zu lassen und liebe es durch die Bowl zu gleiten. Dazu gehören Freestyle Jams ganz klar zu meinen Favoriten wobei sich in einer guten Atmosphäre einfach alles ganz natürlich entwickelt!

Du bist viel unterwegs und nutzt jeder deiner freien Minuten um auf einem Skateboard zu stehen, wie regelst du das finanziell?

Ich arbeite Vollzeit da es mir unglaublich wichtig ist ohne Druck meine Leidenschaft auszuleben. Dazu pflege ich mit viel Liebe und einem tiefen familiären Verhältnis meine Sponsoren, welche heute zu meinen besten Freunden gehören. Steve von Dead Canary zum Beispiel unterstütz mich schon sehr lange und gab mir Zugang zu einer grossen Skate Familie.

Du sprichst von Druck, ist das Skaten auch eine Art Ausgleich für deine persönliche Lebensbalance?

Ganz klar Ja – Balance heisst für mich Platzt zu generieren für den Spass und die Leidenschaften, ich lebe nicht für die Arbeit, sondern arbeite für die Erlebnisse!

War es für dich auch manchmal hart in dieser „Männer-Domäne“ deine Leidenschaft zum vollstem auszuleben?

Für mich ist Skateboarden einfach Skateboarden, ich fühle mich einfach wie ein normaler Mensch der seinen Leidenschaften nachgeht und habe persönlich in all den Jahren keine schlechten Erfahrungen gemacht mit dem männlichen Teil der Szene. Ich wurde eigentlich stets mit offenen Armen willkommen geheissen und egal ob männlich, weiblich, transgener oder was auch immer, es waren alle immer sehr aufgeschlossen und nett.

Was inspiriert dich denn persönlich?

Mich inspiriert eigentlich jeder der seinen eigenen Weg geht und dafür brennt. Ich weiss nicht genau wie ich das erklären kann, es gibt sicher unglaublich viele Legenden die legendäres erreicht haben. Viel wichtiger meiner Meinung nach, sind jedoch Menschen die mit keinerlei Abstrichen zu 100% so leben wie sie es für richtig halten, ohne den Wellen der Gesellschaft zu folgen.

Würdest du sagen die Mode und was Menschen gegen aussen zeigen hat hier einen Einfluss?

Ich denke Mode an sich und Skateboarden haben nicht wirklich eine Verbindung. Jedoch ist es sicher so, dass Menschen sich aus einem Grund in einer Art repräsentieren, was ganz klar wiederum Teil des Skatens ist! Ich persönlich trage einfach genau dass was ich in diesem Moment möchte, natürlich mit einer Überlegung dahinter, wobei ich sehr wählerisch sein kann. An manchen Tagen siehst du mich in einem Kleid, an anderen in Cargohosen und einem Crop Top, hier gibt es nicht wirklich Grenzen!

Gibt es etwas, was du mit deinem Skatestil bewirken möchtest oder würdest du wenn du könntest, vielleicht sogar etwas ändern in der heutige Skateszene?

Ich glaube wirklich ändern würde ich nichts, das Skaten ist in den letzten Jahren sehr trendig geworden wobei natürlich die Erwartungen stets steigen. Dazu kommt mir eigentlich so spontan nur etwas in den Sinn. Dass wir alle einfach wieder mehr daran denken warum wir skaten und den Fokus nicht auf die krassesten Tricks und Charakteren legen. Klar wir wollen alle den Sport weiterbringen und besser werden, jedoch sollten wir uns bewusst sein, dass wir in erster Linie skaten, weil wir es lieben!

Kann man also sagen das eine tiefe Skateleidenschaft auch heisst, es zu lieben auch wenn davon einen Grossteil fallen, aufstehen und wieder fallen bedeutet?

Fallen ist fallen – wenn jemand skaten möchte mit den Erwartungen nicht zu fallen, wird dies ganz klar ein grosser Rückschlag! Für mich ist es mehr eine Motivation wobei die Denkens Weise sehr entscheidend ist. Du kannst natürlich nach jedem Stutz deprimiert sein, oder einfach wieder aufstehen und es nochmals probieren. Die Ausdauer dahinter ist mein Weg zum Ziel!

Was hast du sonst noch so für persönliche Ziele?

Meine persönlichen Ziele mit dem Skaten ist es so weit und so viel wie möglich zu reisen und an möglichst vielen Contests Erfahrungen zu sammeln. Falls ich das jedoch nicht erreichen kann, bin ich sicherlich nicht enttäuscht, denn egal was kommt, ich werde die Welt bereisen um zu skaten. Ich möchte auf diesem Weg möglichst viele inspirative Menschen kennenlernen mit denen ich meine Leidenschaft teilen kann und einfach nur eine gute Zeit geniessen.


@janthavy


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