LAWINEN – Die Entstehung der weissen Gefahr!

Seit 75 Jahren erforschen Schweizer Wissenschaftler den Schnee und deren Gefahren. Heute weiss man, dass aus all den verschiedenen Lawinen-Arten, die Schneebrettlawine die häufigste Lawine ist, welche uns Wintersportler abseits der Piste beeinflusst.

Die Voraussetzungen für eine Schneebrettlawine sind:
1. Gebundener Schnee
2. Schwachschneeschichten

Schwachstellen entstehen schon beim Schneefall, wobei die Temperatur wie auch der Wind einen grossen Einfluss hat. Die Wetter Situation nach dem Schneefall spielt jedoch eine mindestens genauso grosse Rolle, da sich eine Schneeschicht aus vielen verschiedenen Wettersituationen zusammenstellen kann.
3. Zusatzbelastungen
Für die Zusatzbelastung benötigt ein Schneebrett den Einfluss von uns Menschen. Hierfür reicht ein Sturz, eine Kurve oder mehrerer Leute die, den gleichen Hang befahren oder besteigen völlig aus.

Unser Tipp:
a) Bei unsicheren Bedingungen, kein eigenes Risiko eingehen wobei sicheres Fahren des Hanges Pflicht ist.
b) An sehr steilen abschnitten enge Kurven meiden.
c) Immer genügend Abstand halten zwischen dir und deinen Kollegen beim Aufstieg. Bei Abfahrten mit guten Abstand einer nach dem anderen fahren.

4. Hangneigung über 30°
Bei einem Hang über 30° ist das Risiko für eine Schneebrettlawine sehr hoch. Um dies zu analysieren können Touren Karten wie auch diverse Apps sehr hilfreich sein.

Die Entstehung einer Lawine hängt von verschiedenen Faktoren ab:
1. Verhältnisse „Wetter“
Sich stetig zu informieren über die Wetter Situation ist absolute Pflicht. Man sollte wissen wie der Wind gegangen ist, hat sich der Schnee verlagert, welche Temperatur unterschiede es gegeben hat oder auch wie viel Schnee gefallen ist. Dies sind alles Komponenten welche deine Tourenplanung um einiges vereinfachen und das Risiko klar definieren.
2. Schneedeckenaufbau
Hierbei bringt der Wind einer der entschiedensten Einflüsse, wobei dieser den Schnee transportiert und wir dies nur mit betrachten des Hanges schwer analysieren können.

Der Wind Transportiert den Schnee von der LUV Seite in die LEE Seite eines Hanges, wo sich dann der berühmte Triebschnee bildet, der für uns Freerider als einer der gefährlichsten zählt.
Tipp: Achte dich auf Wechten, verschneite Wegweiser/ Gipfelkreuze oder den momentanen Wind Gang an den Schneefanen welche über die Grate und Käme hinausstreichen und dir die Richtung des Windes vorgeben.


3. Mensch
4. Gelände
Mit Erfahrung lernt man das Gelände zu lesen, wobei Mulden und Steinabbrüche besonders prädestiniert sind, für den Triebschnee zur Anlagerung. 

Im Allgemeinen ist jedoch bewiesen das 70% aller Lawinenumfälle im Nördlichen Gelände entstehen. Grund dafür ist die langsamere Deckung der Schneedecke was die Lawinengefahr konserviert, was uns wiederum zeigt bei den Nord Hängen noch vorsichtiger zu sein oder diese ganz zu meiden.

Wichtig für jeden Freerider ist die Gefahr stets zu beachten und keinerlei unnötigen Risiken einzugehen. Dazu ist eine Ausrüstung mit LVS, Schaufel und Sonde absolute Pflicht wie auch die richtige Wahl der persönlichen Freeride Freunde. Bleibt sicher da draussen!


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