Meine bunten Gedanken zu den Olympischen Spielen | Elena Könz

Der Winter steht vor der Tür, um nicht zu sagen, der Winter kommt. Damit geht es für uns „Contest-Fahrer“ mit den Wettkämpfen los. Dieses Jahr geht es vor allem darum, Punkte zu sammeln, damit man bestenfalls an so einen Event gehen kann, wo alle hinwollen. Diese Saison ist darum so wichtig, weil dieser Event nur einmal in vier Jahren stattfindet. Jedes Mal an einem anderen, sehr interessanten Ort. Ich kann nicht genau sagen, welche Farbe die Punkte haben, die wir sammeln, da ich diese noch nie wirklich zu Gesicht bekommen habe. Sie tauchen in wichtigen Listen jedoch immer wieder in Form von Zahlen auf. Diese werden verwendet, um herauszufinden, wie gut wir snowboarden können.Da wir tagein, tagaus zusammenfahren, ist es uns selber natürlich schon längst bewusst, wo wir in etwa stehen. Ich denke, das ist die persönliche Herausforderung für jeden an einem Wettkampf. In einem Moment, der zählt, etwas Zufriedenstellendes zu liefern, im Besten Fall sein schönstes Snowboarden zeigen zu können. Ich persönlich sehe das Snowboarden in erster Linie nicht nur als Sport, sondern als eine Tätigkeit, die mir ab und an das Gefühl gibt, dass die Welt für einen Augenblick stillsteht.

Ob es auf einem Gipfel passiert, während die Sonne auf- oder untergeht, beim gemeinsamen Surfen einer unerwarteten Welle, beim Eintauchen in die Farbe während des Malens eines Bildes, beim Landen eines Contest Runs, während dem Lösen mathematischer Aufgaben oder wenn man nachts zu den Sternen schaut. Ich denke, es geht schlussendlich um diesen Moment. Die Momente, die einem zeigen, wie klein und unwichtig wir sind und gleichzeitig unserem Leben grosse Bedeutung geben.

Foto: Kuno Egli


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