Ein Leben das viele als “Traum-leben” definieren, umgeben von viel Sonne, den Wellen und dem australischen Lebensstil! Darcie Collington hat sich für genau dieses Leben entschieden, hat ihr Leben gepackt und ist von England nach Australien ausgewandert. Wie sie ihr ganz persönliches Traumleben beschreiben würde und wie sie das ganze durch ihre Kamera betrachtet, hat Darcie in einem persönlichen Interview mit uns geteilt!

Hi Darcie, bitte stell dich doch kurz vor und gib uns einen kleinen Einblick in dein Leben.

Hey – Ich heisse Darcie und bin 23 Jahre alt, wohne an der nördlichen Küste von Sydney, Australien. Zurzeit studiere ich für mein letztes Jahr an der Universität, für meinen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften. Zusätzlich arbeite ich als freiberufliche Fotografin, Baby-Sitterin und gehe mit Hunden spazieren. Ich verbringe einen Grossteil meiner Freizeit mit Surfen, wobei ich nicht genug davon bekomme, möglichst viel Zeit mit meinem 9`6 Longboard zu verbringen. Ich würde mich noch immer nicht als großartige Surferin darstellen, liebe jedoch die Herausforderung von Neuem und behalte stets den Spaß beim Surfen im Vordergrund, indem ich versuche, dafür zu sorgen, dass das Line-Up ein freundlicher und unterhaltsamer Ort ist!

“You`re living the dream” – Etwas, dass du sicher schon Mehrfach gehört hast! Würdest du sagen, dass ein Leben in Australien dem absoluten Traumleben entspricht?

Es ist sicherlich ein unglaublicher Ort zum Leben. Ich meine in puncto Wetter, Strand und Lifestyle ist es sicherlich das „Traumleben“. Ich bin ehrlich gesagt unglaublich dankbar, hier zu leben und ich würde mit Sicherheit sagen, dass es das Traumleben für mich ganz persönlich ist. Zwischen dem Surfen in warmen Gewässern, den Late-Night-Skate-Sessions und den Tagen am Strand, fällt es schwer zu meckern. Ich versuche immer sicherzustellen, dass ich hier nichts für selbstverständlich wahrnehme. Im Allgemeinen denke ich jedoch, dieser Begriff „Traumleben“ etwas ganz exklusives, etwas das jeder für sich alleine definieren sollte!

Erzähl uns mehr wie du dazu gekommen bist in Australien zu leben?

Lustigerweise bin ich nicht in Australien aufgewachsen, auch wenn es sich schon fast so anfühlt. Ich bin in England, in einem kleinen Dorf geboren und aufgewachsen. Mein Vater ist aus Neuseeland, also haben wir Sydney und Auckland ziemlich oft besucht, um Familie und Freunde zu sehen. Ich war schon immer gerne in Australien und als ich 17 war, habe ich mir vorgenommen, nach der Schule hierher zu ziehen. Zu dieser Zeit war es ziemlich unheimlich, in jungen Jahren von zu Hause weg, auf die andere Seite der Welt zu ziehen, aber es war, ehrlich gesagt, eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe.

Würdest du von einer noch grösseren Verbindung zum Ozean sprechen, seit du umgeben von Wellen und salziger Luft lebst?

Ich habe es immer geliebt, im Wasser zu sein. Ich war eines dieser Kinder, das von der kleinen Meerjungfrau besessen war und alles was ich wollte, war die Fähigkeit, unter dem Wasser atmen zu können. Im Urlaub verbrachten meine Schwester und ich Stunden in Pools oder am Strand. Ich denke, hier wo ich gerade bin, ist alles versammelt, was mich ruhig und glücklich macht. Hier spüre ich diese gewisse Verbindung, egal ob ich surfe, im Wasser fotografiere, oder einfach nur Zeit am Meer verbringe. Ganz klar eine Verbindung, die sich, seit ich hier lebe, nochmals um einiges vertieft hat, ich nicht mehr missen möchte und jeden Tag aufs Neue entdecke.

Nimm uns mit, zu ein paar deiner liebsten Orte in Australien, an welchen du gerne Zeit verbringst…

Mein absoluter Favorit in Sydney ist bei einem Surf Spot namens Bower auf der Landzunge. Dort lohnt es sich am Rand der Landzunge zu sitzen und den Surfern zuzuschauen! Wenn dann noch die großen südlichen Wellen einbrechen, könnte ich, ehrlich gesagt, stundenlang dort bleiben. Während der Walsaison sieht man von dort aus den Walen beim spielen zu, einfach nur magisch! Der Break neben Bower ist ebenfalls ein beliebter Surfspot. Es ist eine Welle, die sich hervorragend für das Longboarding bei kleineren Bedingungen eignet und sich mitten in einem Wasserreservat befindet. Hier erlebt man unglaublich wunderschöne Wasserqualität und eine ganz einzigartige Unterwasserwelt (die meiste Zeit). Außerhalb von Sydney gibt es einige Orte, die ich so oft wie möglich besuche. Dazu gehören: Crescent Head, Noosa und Scots Head. Sie gehören alle zur Heimat der unglaublichen Wellen und ich habe ihnen viele meiner wundervollen Erinnerungen zu verdanken.

Was ist deine Vision von “living the dream”?

Meine Vision, den Traum zu leben, besteht darin, den Tag damit verbringen zu können, Dinge zu tun, die man liebt, mit Menschen, die man liebt. Was auch immer das sein mag. Ich habe lange davon geträumt, hier draußen zu leben. Ich glaube, ich habe es zu sehr verehrt, denn sobald es Wirklichkeit wird, fühlt man sich plötzlich etwas verloren. Dann ist es einfach, Dinge als selbstverständlich zu betrachten. Man stürzt sich in diese schreckliche Denkweise, immer mehr zu wollen. Diese Denkweise war für eine Weile meine Realität, aber ich habe zu schätzen gelernt, wo ich mich gerade befinde und nicht zu spekulieren, wo ich überall sein könnte. Natürlich gibt es Tage, an denen ich wünschte, ich wäre mit meiner Familie und meinen Freunden in England, da ich sie oft vermisse. Ich versuche jedoch, die gegenwärtige Perspektive beizubehalten und nur einen Tag zu einer Zeit zu genießen.

Deine Kreativität und Arbeit repräsentieren die Schönheit von Australien wie auch deine Tiefe Verbindung zum Ozean. Was bedeutet dir der Blick durch deine Linse?

Meine Arbeit ist überwiegend ehrlich, vor allem, wenn es um den Ozean geht. Es ist selten, dass man dieses perfekte Bild festhalten kann. Wenn man mit der Natur arbeitet, liegt so vieles nicht in unseren Händen. Wenn ich Fotos mache, konzentriere ich mich darum normalerweise darauf, diese kleinen magischen Momente zu finden, die scheinbar so schnell vorübergehen, dass ich sie kaum festhalten kann, um sie einzufangen. Der Blick durch die Linse hat also eine grosse Bedeutung für mich, damit ich mich an diesen Momenten festhalten kann, aber hauptsächlich, um sie mit anderen zu teilen.

Bitte teil mit uns eines deiner Lieblingsbilder und erkläre uns was dich daran so inspiriert und wie das Bild entstanden ist.

Im Moment ist es diese schwarz-weiße Bearbeitungeiner Aufnahme, die ich vor einiger Zeit aufgenommen habe. Ich saß an meinem Lieblingsplatz auf der Landzunge und fotografierte die Surfer in der Nähe vom Surfspot Bower, namens Winki. Zu dieser Zeit war ich darauf fokussiert zu versuchen, die Bewegung der Welle und die Verlangsamung der Zeit, die man als Surfer empfindet, einzufangen. Der Surfer in dieser Aufnahme, Max, bekam an diesem Tag ein paar großartige Wellen und als ich mit ein paar langsamen Verschlusszeiten herumspielte und versuchte, das aufzunehmen, was ich beschreibe, gelang es mir, diese Emotionen festzuhalten. Ich habe das Gefühl, dass es ein Teil des Glücks war, in dem ich Max an der idealen Stelle und mit einem solchen flair, in genau diesem Moment, erwischt habe. Ich denke, es wird noch eine ganz lange Zeit ein Favorit bleiben!

„Ich saß an meinem Lieblingsplatz auf der Landzunge und fotografierte die Surfer in der Nähe vom Surfspot Bower, namens Winki. Zu dieser Zeit war ich darauf fokussiert zu versuchen, die Bewegung der Welle und die Verlangsamung der Zeit, die man als Surfer empfindet, einzufangen.“

Was denkst du ist das Wichtigste, bei der Suche nach dem ganz persönlichen Traumleben?

Es wird immer Zeiten geben, in denen man sich vielleicht wünscht, anderswo zu sein, oder etwas anderes zu tun. Es ist zwar gut, die sich gesteckten Ziele zu verfolgen, in meiner Sicht ist es jedoch noch wichtiger, sicherzustellen, dass man dort Spass hat, wo man sich gerade befindet. Es ist wichtig, die kleinen Momente, welche einem ein Lächeln auf die Lippen zaubern, zu schätzen und sie nicht mit Selbstverständlichkeit hinzunehmen und ihren Wert so zu schmälern. Denn auch wenn man plötzlich im Traumleben steht; Wette ich, wird es Zeiten geben, in denen man sich nach etwas anderem sehnt, obwohl wir eigentlich schon alles Glück der Welt besitzen.