Weihnachten ist vorbei. Und an was denkt man logischerweise als nächstes? Richtig! An Neujahr! Und gepaart mit den Vorsätzen und Plänen an das neue Jahr gehen Gedanken an das vergangene. Dabei frage ich mich: Wollen wir nicht alle wirklich einmal abschließen mit dem letzten Jahr (und überhaupt allem was davor war) bevor wir uns neue Ziele setzen und große Pläne schmieden? Wie realistisch sind diese Vorsätze eigentlich? Und warum sprechen wir von Vorsätzen fürs neue Jahr immer in der Plural? Das und viele Gedanken drum herum gibts es in meinem letzten Blogpost für dieses Jahr. 

Einen Schlussstrich ziehen.

Ich will ehrlich zu euch sein. Natürlich bin ich nicht fehlerfrei und ja ich hadere oft selbst sehr viel mit meiner Vergangenheit. Vieles ist passiert und es braucht Zeit das zu verarbeiten. Das ist okay. Aber irgendwann muss man einen Schlussstrich ziehen. Dieses Ende ist wichtig, denn nur wenn man sich von etwas verabschiedet, voll und ganz auf nimmer wiedersehen sagt, dann ist man bereit für etwas Neues. Ich sage nicht, dass das von heute auf morgen sein muss. Aber mit kleinen Schritten in die richtige Richtung, bekommt man das hin. 

Nun kann es natürlich sein, dass sich sehr viel angehäuft hat in deinem Leben. Deshalb bietet es sich an immer mal wieder zu reflektieren und loszulassen. Warum also nicht die letzten Tage des Jahres, die Zeit nach Weihnachten, mit viel zu viel Essen und ganz viel Zeit, dazu zu nutzen sich aktiv hinzusetzen und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Einfach mal niederschreiben, was du denn loslassen kannst und möchtest. Egal was es ist, Ex-Freund/in, ein Streit oder vielleicht nur Gedanken. Schreib es nieder und verfasse so nach und nach eine Liste voller Dinge, die dich 2020 nicht mehr beschäftigen werden. Achtung: hier geht es nicht darum, dass die Liste super lang wird. Mehr geht es darum, dass du manchen, ausgewählten Dingen bewusst den Rücken zukehrst. 

Um auch wirklich loszulassen finde ich, ist es ein tolles Ritual diese Liste feierlich in einer feuerfesten Schale zu verbrennen. Vielleicht noch ein wenig dazu zu meditieren und dich für die Erfahrungen durch genau diese Erlebnisse zu bedanken. Denn die Erfahrung hat dir mit Sicherheit etwas gelehrt und macht dich zu dem Menschen, der du jetzt bist. Und das ist gut. Wenn das etwas total Neues für dich ist, dann versuche umso mehr dir wirklich die Zeit zu nehmen und dich von diesem Jahr aktiv zu verabschieden. Das neue wird es dir danken! 

Bereit für ein neues Jahr 

Nun, da wir uns von 2019, und allem voran von dem, dass wir im kommenden Jahr nicht mehr brauchen, verabschiedet haben, können wir ganz frei und mit viel Platz im Kopf und im Herzen beginnen an 2020 zu denken. Ein kleiner Trick bei Neujahrsvorsätzen ist nämlich nicht “etwas nicht mehr zu tun”, sondern eher “von etwas bestimmten mehr zu tun”. 

Vielleicht hast du bereits Pläne geschmiedet und dir ein paar Ziele gesetzt. Meine Idee wäre dann, dich genau auf diese zu konzentrieren und nicht krampfhaft noch weitere Vorsätze und Ideen mit auf die Neujahrs-”Wunschliste” zu packen. Warum nämlich mit so viel belasten? Wenn dein Fokus doch bereits auf etwas gerichtet ist? Versuche dich stattdessen mit den bereits bestehenden Plänen intensiv auseinander zu setzen. Wie stellst du dir das Ergebnis dessen vor? Wie sieht das genau aus? Kannst du etwas fühlen oder gar riechen bei der Vorstellung? Dann schreib es gerne nieder. Fast wie eine Geschichte oder Erzählung über dich selbst. Gerne kannst du auch mehrere dieser Briefe schreiben, passend zum jeweiligen Ziel. So manifestierst du diese/n schöne/n Moment/e.

Du hast noch gar nichts fürs neue Jahr geplant und trittst 2020 komplett neutral und offen für neues entgegen? Großartig! Dir stehen 365 Tage voller Überraschung und Vorfreude bevor. Dennoch wird in deinen Gedanken schon die eine oder andere Idee oder Wunsch für die Zukunft aufgepoppt sein. Möglichkeiten, die sich dir bieten, besondere Tage, die dir bevorstehen und auf die dich bereits freust. Für dich ist die folgende Methode vielleicht besonders interessant: 

Die ein-Wort-Methode. 

Besonders frei und offen in dem Vorsatze/Wunsch-Gestaltung sind solche, die nur ein Wort beinhalten. Damit grenzt du dich nicht ein, sondern lässt Raum für Bewegung in der Umsetzung und Erfüllung deines Wunsches oder Vorsatzes. Wie wäre es mit mehr Zuversicht im neuen Jahr? Mehr Gelassenheit, Selbstsicherheit, Lachen, Liebe oder Herzlichkeit? Es gibt mit Sicherheit ein bestimmtes Gefühl, von dem du dir mehr wünschst. Nimm doch dieses eine Wort als Neujahrvorsatz und orientiere dich daran. Gerne kannst du dir das Wort auch auf mehrere Post-its schreiben und sie in deiner Wohnung, in deinem Auto oder sonst wo hin kleben, um dich daran zu erinnern. 

Natürlich gibt es noch einige andere Methoden und Ansätze, wenn es um die Neujahrswünsche, die Vorsätze und überhaupt um den Jahreswechsel geht. Ich hoffe aber, euch mit diesem simplen Ansetzen ein bisschen zum Denken anregen zu können. Nimm dir die Zeit zwischen deinen Terminen für dich selbst. Dein Zukunfts-Ich wird es dir danken!