Der Körper arbeitet als eigener Wärmeregulierer, damit Organe, das Gehirn und der Körper gut funktionieren. Grundsätzlich braucht man also keine Hilfe (zur Regulierung) von ausserhalb. Die ideale Temperatur des Körpers beträgt 37 Grad Celsius. Je nach Aussentemperatur muss der Körper mehr oder weniger Energie dafür aufwenden, um diese Temperatur zu halten. Im Idealfall beträgt die Aussentemperatur knapp über 20 Grad.

Befindet man sich in stark davon abweichenden Temperaturen – wie im Sommer oder in tropischen Gebieten, wo das Thermometer schnell mal über 30 Grad klettern kann – wird das für den Körper anstrengend. Die Gehirnaktivitäten werden langsamer, die Konzentration sinkt, der Körper wird träge und müde. Wir brauchen längere Regenerationsphasen, Ruhe und sollten darauf achten, unseren Körper, wenn möglich, bei der Kühlung zu unterstützen.

Das ist gar nicht so schwer. Gezielte, kühlende Ernährung und einfache Atemtechniken sind hilfreiche Methoden dazu. Der Körper sagt uns meistens, was er braucht. Wir müssen nur zuhören.

Wie funktioniert eigentlich die natürliche Kühlung des Körpers?

Die Schweissdrüsen beginnen Schweiss abzusondern, sobald die rund 30.000 Temperatursensoren melden, dass es dem Körper zu heiss wird. Schwitzen alleine jedoch kühlt den Körper noch nicht. Verdunstet der Schweiss auf der erwärmten Haut, entsteht Verdunstungskälte und dem Körper wird Wärme entzogen.

Wie kannst du dich in heissen Monaten kühl halten?

In den heissen Sommermonaten ist es wichtig, den Körper bei der Kühlung von innen zu unterstützen. Kühlende Lebensmittel und gezielte Ernährung sind dabei der erste Schritt, um Energie zu sparen und aktiv durch die Hitze- Periode zu kommen.

Die folgenden Lebensmittel kühlen nachgewiesen von innen und helfen dir dadurch, deinen Kreislauf und deine Leistungsfähigkeit in Schwung zu halten.

WASSERMELONE: Magen-Darm-Bereich wird gekühlt und dem Körper wird gleichzeitig Wasser zugeführt.

GRÜNTEE: Für einen kühlen Kopf. Tipp: mit Minze und Limette probieren – super lecker!

JOGHURT: insbesondere Lassi – das indische Getränk, das zu gleichen Teilen aus Wasser und Joghurt besteht. Gerne auch mit Früchten verfeinert.

PFEFFERMINZE

TOMATEN UND GURKEN: leicht verdaulich und füllen deinen Wasserhaushalt auf.

ZITRUSFRÜCHTE: z. B. Limetten, Zitronen, Orangen.

TOFU: Enthält den Wunderstoff Phytoöstrogen der dich im Gegensatz zu Fleisch nicht von innen erhitzen lässt. Es ist ausserdem das perfekte Hausmittel gegen Schweissausbrüche oder Hitzewallungen.

SPINAT: Hilft bei der Blutbildung und reinigt den Magen.

VERZICHTE AUF ALKOHOL: Alkohol stört die Wärmeregulation des Körpers. Ausserdem kann Alkohol die Hitzewahrnehmung im Gehirn beeinflussen.

ISS LAUWARM: Vermeide das Essen von zu heissen oder zu kalten Speisen. Isst und trinkst du zu warm oder zu kalt, so muss dein Körper Energie dafür aufwenden, es an deine Körpertemperatur anzupassen. Deshalb sind lauwarme Speisen und Getränke an heissen Tagen die richtige Wahl.

Wie du dir den Schweiss wegatmest

Der Körper muss atmen! Nicht nur durch die Nase, sondern auch durch den Mund und über die Haut. Besonders im Yoga gibt es einige Atemtechniken, die dir dabei helfen, die Überhitzung im Körper zu regulieren. Probiere es einfach mal selbst aus, du wirst vom Ergebnis überrascht sein!

SITALI PRANAYAMA – KÜHLENDE ATMUNG FÜR GELASSENHEIT

Besonders bei Hitzewallungen, Lampenfieber, einem hitzigen Gemüt oder auch nach dem Sport hilft diese Atmung, den Körper und Geist wieder zu beruhigen und abzukühlen. Der Wechsel von Einatmung durch den Mund und Ausatmung durch die Nase hilft, die Gedanken in den Moment zu bringen und führt so zu Entspannung und innerer Ruhe. Die frische Luft, ausserdem die Blutgefässe in den Lungen und reduziert ebenso die Hitze im Körper.

DAS GEHT GANZ EINFACH: Bringe dich in einen angenehmen meditativen Sitz. Gerne kannst du dich an einer Wand oder auf einer Stuhllehne anlehnen. Rolle dann deine Zunge und strecke sie heraus. Atme durch diesen Tunnel durch den Mund langsam ein. Visualisiere etwas Kaltes. Atme dann langsam durch die Nase wieder aus. Kannst du die Zunge nicht in der Länge rollen, so bringe die Zungenspitze auf die obere Kante der Schneidezähne und biege die Seiten der Zunge nach aussen. Atme in dieser Haltung ein. Schliesse dann den Mund, um durch die Nase wieder auszuatmen.

Abschliessend möchten wir dir noch zwei weitere Tipps mit in den Sommer geben:

WENIGER IST MEHR – AUCH AUF DEINER HAUT

Vermeide also das Auftragen zusätzlicher Cremes, viel Schminke und ähnlichem. Gib deiner Haut stattdessen die Möglichkeit zu atmen. Auch bei der Wahl deiner Sonnencreme solltest du auf 100% natürliche Inhaltsstoff e achten, um deine Poren nicht zu verstopfen.

SPORT – FRÜHMORGENS ODER SPÄTABENDS

Gibt es etwas Schöneres als bei Sonnenaufgang am Gipfelkreuz anzukommen oder die erste Welle zu surfen? Ich finde: Nein! Ich liebe es früh aufzustehen und den Tag mit Sport zu starten.

Text – Katharina Maloun
Foto – Andreas Weiss