Hast du dir schon mal überlegt wie der Schnee eigentlich entsteht? Und welche Faktoren zusammen kommen müssen das wir unsere Leidenschaft in den Bergen im Traum von Weis ausüben dürfen? Im Unterland verursacht er meist eher ein Chaos und ist dazu unglaublich selten anzusehen. Allgemein hast du eventuell jedoch schon bemerkt das dieser geliebte Schneefall nicht mehr so intensive und sicher ist wie vor 10 Jahren. Wie sich diese weisen Kristalle bilden und von wo der Schnee kommt, erklären wir dir hier!

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Kleine Wassertröpfchen gefrieren zu kleinen Eiskristallen, sie schweben wie Staub durch die Luft. Sie und die eigentlichen Staubteilchen sind für die Anfangsphase der Schneeentstehung sehr wichtig, man nennt sie daher auch „Kristallisationskeime“. In diesem Wort stecken der Begriff „Keim“ (aus dem sich noch etwas entwickeln kann) und der Begriff „Kristallisation“ (von Kristall – eine regelmäßige Anordnung von Atomen und Molekülen).

Schnee besteht aus Eiskristallen. Ist Wasser an einem Kristallisationskeim angefroren, kann das Kristallwachstum beginnen. Immer mehr Wasser aus der Luftfeuchtigkeit gefriert an dem bereits begonnenem kleinen Kristall. Sie alle ähneln sich, da sie immer eine sechseckige Struktur haben. Das Wachstum ist an den Spitzen der Kristalle am größten.

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Wenn es schneit, sehen wir meist keine einzelnen Kristalle mehr, sondern Schneeflocken. In diesen sind mehrere Schneekristalle miteinander verklumpt. Wer einmal im Winter darauf achtet, der wird bemerken, dass die größten Schneeflocken bei Temperaturen um den Gefrierpunkt herum entstehen. Öfters im Unterland wird es etwas wärmer, dann bekommen wir „Schneeregen“ (Schnee mit Regen vermischt), wird es kälter als der Gefrierpunkt, dann werden die Schneeflocken etwas kleiner. Ist es extrem kalt, dann sinkt auch der in der Luft enthaltene Wasseranteil, so dass es oftmals zu trocken für Schneebildung wird. Schnee enthält viel Luft, die in kleinsten Zwischenräumen in und zwischen den Flocken eingeschlossen ist. Ihr könnt dies einmal untersuchen, indem ihr ein bestimmtes Volumen an Schnee in einen Behälter abfüllen (ein Eimer voll, ein Becher, ein Topf…) und diesen an einen warmen Ort stellen. Ist der Schnee getaut, könnt ihr den Rauminhalt des ursprünglichen Schnees mit dem des verbliebenen Schmelzwassers vergleichen. Solange die kleinen Eiskristalle und größeren Schneeflocken in einer Wolke mit hoher Luftfeuchtigkeit und niedrigen Temperaturen herumwirbeln, wachsen sie weiter. Die Luftfeuchtigkeit wird mehr oder weniger verbraucht, die Schneeflocken aber werden durch die relative große Menge an gefrorenem Wasser immer schwerer. Sie sinken zu Boden und verlassen damit den Bereich, in welchem gute Wachstumsbedingungen herrschen. Das Kristallwachstum an Schneeflocken begrenzt sich damit von selbst.

Wichtig jedoch zu wissen ist das diese Schneeflocken die im Endeffekt unser Paradies herzaubern, alle unglaublich einzigartig sind und heutzutage viele Faktoren überein stimmen müssen für unser absolutes Powder Erlebnisse. Schätzt die Natur, gebt ihr Acht und feiert jeden Schneefall mit euren liebsten!