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Schön wars: Eine Woche Longboarden und Skaten in Portugal – nur für Frauen PART 1

«Longboarden und skaten ganz unter Frauen» ist das Motto der Women’s Longboard Camps. Annina Brühwiler nahm Anfang März am Camp in Portugal teil und machte die ersten Versuche im Sliden. Fazit: Kleider und Schoner kaputt, Annina ganz und glücklich. 

Aber nun von Anfang an. Wie die meisten der 14 Teilnehmerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatte ich mein Longboard bisher vor allem für eines gebraucht: Um von A nach B zu kommen. Das sollte sich in dieser Woche in Sintra (Portugal) nun endlich ändern! Während andere ihren ersten Ollie stehen oder durch sogenanntes Pumpen beim Slalom beschleunigen wollten, wollte ich unbedingt sliden lernen. Dabei rutscht man mit den Rollen in die Kurve rein oder benutzt den Slide, um das Brett kurz quer zu stellen und zu bremsen.

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Aha-Erlebnisse und abgeklebte Hinterteile

Runterfahren, eventuell auf dem Hosenboden landen und wieder aufstehen, den Hügel wieder hochlaufen und nochmals runterfahren. Ich habe nicht gezählt, wie oft ich die Strasse raufgelatscht bin, und noch weniger, wie oft ich hingefallen bin. Aber das gehört dazu, schliesslich wollte ich weiterkommen. Der Spot, an dem wir sliden lernten, befand sich in Talaide und war die Vorstufe einer Geisterstadt: Es waren mehrere Strassen in eine kleine, abgelegene Hügellandschaft gebaut worden, wobei das Projekt danach wohl wieder in den Wind geworfen wurde. Somit sind die Strassen autofrei, weshalb auch die Einheimischen das Gebiet rege fürs Skaten benutzen. Ein gemeinsames Warm-Up und die obligatorische Schutzausrüstung wie Helm, Schoner und Handschuhe bewahrte uns vor gröberen Unfällen. Klar hatte ich einige Schürfungen und blaue Flecken – aber um es vorweg zu nehmen: Ich machte Ende Woche tatsächlich meine ersten Slides. Um diese zu lernen, musste ich mich zuerst überwinden, viel Speed aufzubauen und dazu noch in die Hocke zu gehen. Doch ein Aha-Erlebnis erleichterte das Ganze: «Wer in der Hocke umfällt, fällt weniger weit.» Hingefallen und auf allen möglichen Körperteilen herumgerutscht und gelandet sind wir trotzdem. «No pain, no gain», war unsere Devise. Dies führte dazu, dass bereits am ersten Tag die Hosen im Hintern-Bereich durchgescheuert waren. Um Schürfungen am Allerwertesten zu verhindern, verklebten sich viele von uns den Hosenboden mit Tape. Gegen Ende der Woche folgte nach dem Warm-Up ein gegenseitiges Füdli-Verkleben.

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Viel Frauenpower und gegenseitige Motivation

Dass das Camp nur für Frauen war, wirkte sich positiv auf die (Lern-) Atmosphäre aus. Während (meiner Meinung nach) Jungs dazu neigen, anzugeben und darüber zu sprechen, was sie bereits können, war bei uns im Camp das Gegenteil der Fall. Wir tauschten uns ehrlich über Ängste und Zweifel aus und mussten niemandem etwas beweisen. Kleinste Erfolgserlebnisse wurden in der Gruppe gefeiert. Bessere Skaterinnen pushten mich, wieder aufzustehen, den Berg hochzulaufen, gleich nochmals runterzusausen und in der Kurve zu versuchen, meinem Brett einen Rutsch-Impuls zu geben. Die Kursleiterinnen, allesamt professionelle Skaterinnen, beobachteten unsere Skate- und Rutschpartien und gaben uns danach simple Tipps wie «Po weiter hochstrecken», «Schultern schön ausdrehen» oder «mehr Druck auf das vordere Bein», und schon klappte es besser. «Ich finde es immer wieder schön zu sehen, wie viel die Damen in einer Woche lernen, wenn sie Tipps bekommen und sich gegenseitig motivieren», freut sich die Profi-Downhillerin Rebekka Gemperle. Als sie vor 9 Jahren zu Longboarden begann, gab es noch keine Kurse. Damals entdeckte sie den Sport rein zufällig und sauste einfach den Jungs hinterher. «Am Anfang war ich immer die Hinterste, aber mein Ehrgeiz pushe mich», erinnert sich Rebekka, «ich wollte unbedingt auch so gut werden.» Gesagt getan, im 2012 wurde sie Weltmeisterin im Downhillen. Lust zum weiterlesen? Der PART 2 ist schon auf dem Weg!

Text: Annina Brühwiler, Bilder: Petra Moser (Women’s Longboard Camp)

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