Wir teilen Passionen, wobei unsere Herzen höher schlagen, wir uns ins Zeitlose begeben und das tun, was wir lieben. Zeitlos, eine Verfassung, die immer mehr fehlt, wobei sich die Erde oft viel zu schnell dreht, Um gerade diese Momente von glasklaren Wellen, dem rollenden Sound vom Skateboard oder den kurzen blinden Sekunden beim tiefen Powder turn weiterhin sorgenlos zu geniessen. Sorgenlos, eine Verfassung, in welcher wir uns hoffentlich befinden, Gedanken, die wir jedoch anregen möchten.

Denn so tief unsere Passionen zum Sport und unserem Spielplatz, der Natur, auch sind, so tief sollten auch immer mehr unsere Gedanken gehen. Gedanken zur Zukunft, der Weiterentwicklung unserer Heimat, der Erde. Ich bin ehrlich, auch ich bin nicht die Perfektion schlechthin. Ich ernähre mich nicht zu 100% vegetarisch oder vegan und geniesse ab und zu auch eine Avocado. Ich finde es jedoch wichtig, dieses Bewusstsein von unserem täglichen Konsum anzusprechen. Ein Konsum der für uns (normal) geworden ist. Auch bin ich klar der Meinung, dass diese tiefen Gedanken für eine hoffentlich gute Zukunft im positiven Sinne sind. Wobei wir uns alle, auch wenn nur ein kleines bisschen, daran beteiligen können.

Ein Thema, das in unseren Kursen immer wieder zur Diskussion steht etwas, das wir gerne untereinander besprechen und uns gerne gegenseitig sensibilisieren. Ich sehe jedoch zusätzlich immer mehr, das wir Frauen durch unsere Gegebenheiten oftmals noch viel mehr (oder anders) zu diesem Konsum neigen. Oftmals verbunden mit Emotionen, einem schlechten Tag oder einem “das hast du dir verdient”. Doch welchen täglichen Konsum können wir als Outdoor-Liebhaberinnen umgehen?

LASST UNS LOSLEGEN MIT UNSEREN HYGIENEARTIKELN

Gerne nehme ich mich wieder persönlich als Beispiel, wobei ich ehrlich sagen kann, dass ein neues duftiges Duschgel oder Shampoo mir ein gutes und vor allem frisches Gefühl gibt. Was jedoch auch dazu führen kann, dass mehr als eine Flasche Shampoo, Conditioner, sicherlich drei verschiedene Duschgels und ein Gesichts- und Körperpeeling meine Nasszone schmücken. Alles mitum abgefüllt in Plastikflaschen, in schönem Design, das uns anspricht! Dazu habe ich eine zwar eher kleine Auswahl an Schminkutensilien, wobei jedoch auch das in Plastik verpackt ist. Zusätzlich einmal monatlich unsere Periode, in welcher wir uns ja auch vor dem Blut schützen möchten. Eventuell erkennst du dich und dein Badezimmer in meinem wieder… Ein Konsum, aufgrund dessen ich mich sauber und hygienisch fühle. Verzichten? Nein, viel mehr Umdenken ist hier das Entscheidende!

ALLEIN MIT DEM UMDENKEN DER PERSÖNLICHEN HYGIENEARTIKEL IST SCHON EINIGES GETAN

Beim Kauf von Shampoo, Conditioner, Duschgel, Zahnpasta, Badesalz, Öl, Sonnencreme oder Körperpeeling auf eine nachhaltige und ökologische Produktion achten. Immer bekannter werden die oben erwähnten Must Have in Form einer Blockseife, was die Verpackung somit schon mal streicht. Oder falls in der Plastikflasche, dann in einem vom Hersteller verwendeten recycelten Plastik, biologisch abbaubar, wobei du die Flasche nach Gebrauch auch wieder recyceln kannst.

Zahnbürsten gibt es schon sehr gute aus Schweizer Holz, wie z. B die aus der naturaline vom Coop. Diese werden in der Schweiz aus FSC zertifiziertem Schweizer Buchenholz, hergestellt. Wobei wir wissen müssen, dass alleine in der Schweiz rund 500 Tonnen Plastik für Zahnbürsten verbraucht werden. Unglaublich, nicht?

Für diejenigen, die es gerne haarlos mögen, gibt es Unisex-Rasierer aus Metall, die man über Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte verwenden kann, wobei nur die Klinge alle paar Wochen gewechselt wird. Wir wissen ja alle, wie lange diese pinken Plastikrasierer halten, oder? Dazu bezahlen wir oftmals sogar noch mehr, nur weil sie dem weiblichen Design entsprechen. Verrückt!

Und zum Schluss, ganz wichtig, unsere monatliche Periode! Ein schwieriges Thema, wobei auch ich so meine Zweifel habe/hatte. Hier steigt im Moment der Trend stark in Richtung Lady Cups, Lily Cups und wie sie auch alle heissen. Ein sehr sinnvoller Trend, an welchen wir uns gewöhnen müssen, der uns jedoch nicht nur jede Menge Abfall erspart, sondern auch viel Schutz schenkt.

Weiter geht unser täglicher Konsum mit dem, was wir essen und trinken. Egal ob mit Freunden im Restaurant oder beim selber Zubereiten zu Hause. Das, was wir in Nahrung und Getränken konsumieren, betrifft nicht nur unseren Körper, sondern auch unsere Natur. Hier gilt die ganz einfache Regel, sich wenn möglich stets saisonal und regional zu ernähren.

DAS BENÖTIGT NATÜRLICH EINEN ETWAS TIEFEREN BLICK AUF UNSERE SCHWEIZER BAUERN UND PRODUZENTEN. WIE KANNST DU DIR JEDOCH SICHER SEIN, DAS RICHTIGE ZUM RICHTIGEN ZEITPUNKT ZU KONSUMIEREN?

Wer die Möglichkeit hat, sollte die lokalen Hofläden oder Märkte unterstützen. Meist gefüllt mit Lokalem und Saisonalem, fällt die Auswahl somit sehr leicht. Gibt es bei dir in der Nähe kein solches Angebot, solltest du dir beim Einkauf die Zeit nehmen, die Produkte zu studieren und das “hergestellt in” zu beachten. Das “hergestellt in” ist jedoch nicht nur ein Thema bei Saisonalem und Regionalem wie z. B. Gemüse und Früchten, sondern auch bei allen tierischen Produkten wie Fleisch, Milch, Joghurt, Rahm, usw. wie auch bei Öl, Pasta, Müsli, Dosenprodukten oder Getränken, eigentlich bei einfach allem! Meistens, oder sagen wir mal sehr oft, hast du eine Alternative, die in der Schweiz hergestellt oder produziert wurde. Hast du diese Alternative nicht, hilft es auch schon, wenn du dich auf Europa begrenzt und nicht die Avocados kaufst, die zusätzlich in Plastik verpackt sind.

Seid kreativ, fordert euch selbst und nehmt euch die kommenden Wochen vor, euch lediglich von saisonalen, regionalen und in der Schweiz hergestellten Produkten zu ernähren. Es funktioniert und macht dazu auch noch jede Menge Spass! Die Liste könnte endlos weiter gehen, wobei wir unseren Konsum beim Einkaufen unserer Kleidung, der Ferienplanung wie z. B. dem Fliegen oder dem täglichen Gebrauch des Autos noch nicht mal erwähnt haben. Wichtig jedoch für uns alle ist, für sich selbst einen vertretbaren Weg zu finden. Um nicht nur zu verzichten, aber bewusst zu konsumieren. Lasst uns daher gemeinsam Vorbilder sein, Mitmenschen sensibiliseren und dem, was wir als “Passion” sehen, etwas im täglichen Leben zurückgeben.